Hefezopf – Klassisch oder mit Mohn

Das Quecksilber klettert in den letzten Wochen immer häufiger Richtung 30°C, für Kuchen ist es den meisten zu warm. Ganz auf Leckereien verzichten, will aber keiner, also zaubern wir mal wieder ein altbewehrtes Rezept von Oma aus der Kiste, das bei jeder Temperatur und zu jedem Anlass passt. Hefezopf!

Der klassische Hefezopf / Grundrezept auch für die Variante mit Mohn

500 g Weizenmehl
1/2 Würfel frische Hefe
250 g lauwarme Milch     *ACHTUNG bitte zimmerwarm, also nicht großartig erhitzen. Das tötet Hefe (musste ich auch erst schmerzlich erfahren) 🙂 *
80 g weiche Butter
80 g Zucker
1 Prise Salz
das Mark einer Vanilleschote (Alternativ ca 1 EL geriebene Vanille von Dr. Oetker z.B.)
1 TL abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone
2 Eigelb Größe M

Zum Verfeinern je nach Geschmack, Mandelblättchen und Hagelzucker

Mehl in eine Rührschüssel geben. Hefe in lauwarmer Milch auflösen und zusammen mit Zucker, Butter, Zitronenabrieb und Vanille  mit den Knethaken der Küchenmaschine des Handrührgerätes bearbeiten, bis sich ein glatter Teig gebildet hat, der nicht mehr klebrig ist.

Den Teig mithilfe einer Teigkarte auf die bemehlte Arbeitsfläche geben und eine Kugel formen. Im Anschluss zurück in die Schüssel, diese mit einem feuchten Küchentuch abdecken und bei 50°C Umluft für etwa 45 bis 60 Minuten in den Backofen stellen. Hier fühlt sich unsere Hefe wohl und geht auf.

Nach Ende der Gehzeit den Teig auf die Arbeitsfläche geben und nochmal kurz mit der Hand durchkneten. 3 gleichgroße Stränge formen und diese ab der Mitte zu einem Zopf flechten, einmal auf den Kopf „drehen“ und die andere Seite bis zum Ende flechten.  *** Anleitung mit Bildern gibts unten beim Mohnzopf***
Die Endstücke etwas zusammen nehmen und unterschlagen.

Eigelb mit Salt verquirlen und den Zopf damit bestreichen. So kommt er jetzt zunächst für etwa 20 Minuten bei der gleichen Temperatur wie zuvor, in den Backofen.

Im Anschluss den Zopf herausnehmen und Backofen auf 180°C hochdrehen. Der Zopf wird jetzt nochmal mit der Ei-Salz-Mischung bepinselt und kann mit Mandelblättchen und Hagelzucker verfeinert werden. Danach geht es zum letzten Mal, für ca 35 Minuten in den Ofen, bis der Hefezopf eine schöne goldbraune Farbe hat.

 

Mohnzopf

Zu den Zutaten aus dem obigen Rezept, kommt nur noch 1 Päckchen (250 g) Backmohn. Ich persönlich nehme am liebsten Dr. Oetker Mohn Back.

Auch die Arbeitsschritte bleiben bis zum Flechten gleich.
Wir formen wieder 3 gleichgroße Stränge. Allerdings werden diese nun mit dem Nudelholz schön flach ausgerollt, mit unserer Mohnmasse bestrichten und wieder zu einer „Wurst“ geformt.

              

Die 3 Stränge werden dann, genau wie beim Hefezopf ohne Mohn, von der Mitte aus, zuerst nach unten und nach der Drehung, nach oben geflochten. Die Enden wieder unterschlagen, auf ein Backblech legen und bepinseln. Mein Zopf war überdimensional groß, sodass er nicht ganz auf meine schmalen Bleche gepasst hat. Gott sei Dank gibt es bald Neue in meiner supidupi Zweitküche. 🙂

            

Der Mohnzopf kommt nun ebenfalls für etwa 20 Minuten in den Ofen und wird danach nochmal bepinselt, bevor er endgültig backen darf.

Wie schon erwähnt, hatte ich einen Monster-Mohnzopf geschaffen, den ich zwischen Vorbacken und Backen nochmal etwas geteilt habe, damit er annähernd auf mein Blech passt.

Lasst es euch schmecken! ♥